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Gut zu wissen
11.08.2017 - Ausgabe: 08-2017

Artweger – führender Anbieter für moderne Duschlösungen im Premium-Segment

Fery Lipp


Artweger zeigt schön auf, dass im Sanitärmarkt Innovation und Kundenorientierung zum Erfolg führen. Das oberösterreichische Unternehmen aus Bad Ischl, nach wie vor im Besitz der beiden Familien Artweger und Jäger, erwirtschaftete mit 260 Mitarbeitern im Jahr 2016 30 Mio. Euro Umsatz und erreichte eine Exportquote von 60%. Auch in der Schweiz ist Artweger stark im Kommen.

«Grundlage des Erfolgs ist die Mission unseres Unternehmens», sagt Geschäftsführer Andreas Hirsch, seit 2017 im Amt. «Jede Neuentwicklung muss das Leben der Anwender einfacher machen – ob im Sanitärfachhandel oder im privaten Badezimmer. An diesem Kriterium wird alles gemessen – und auf dieser Grundlage hat Artweger im Lauf seiner Firmengeschichte immer wieder neuartige Lösungen für die Sanitärbranche entwickelt.»

Von der Wäscheklammer zu Sanitärprodukten

Gegründet wurde das Unternehmens 1923 durch Anton Artweger. Als erstes Produkt wurden Holzwäscheklammern vertrieben. Nach 1945 begann die Produktion von Metall- und Kunststoffwaren für den Haushalt. 1958 startete die Erzeugung des Wäschetrockner-Klassikers «RuckZuck». Die erste Duschtrennwand «Adria» mit patentiertem Türmechanismus wurde 1975 vorgestellt.

1991 wurde das neue Firmengebäude in Bad Ischl eröffnet, und 1995 erfolgte die Inbetriebnahme der Produktionsstätte in der Slowakei. Die erste Artweger-Dampfdusche «Body & Soul» war ab 1999 erhältlich. 2004 liess sich Artweger seine innovative Klebtechnologie zertifizieren.

Eine herausragende Neuerung

für Artweger war die Einführung der «Twinline» im Jahr 2005. «Dieses Produkt verbindet alle Vorteile einer komfortablen Badewanne mit denen einer geräumigen Dusche – und braucht dafür nicht mehr Raum als eine herkömmliche Wanne», erklärt Produktmanager Benedikt Jäger. «Erstmals mussten sich Einrichter nicht mehr zwischen Dusche und Badewanne entscheiden, sondern konnten beides haben.»

Ein weiterer Vorteil dieser Produktfamilie ist der nahezu bodenebene Einstieg durch eine Duschtür, die sich bis auf wenige Zentimeter oberhalb des Bodens öffnen lässt. Niemand muss mehr über einen hohen Wannenrand steigen, um ein bequemes Vollbad nehmen zu können.

«Entsprechend gross ist der Erfolg der Twinline im Sanitärbereich und bei privaten Konsumenten», so Jäger. Seit der Markteinführung hat Artweger das Produkt ständig weiterentwickelt und mit besonderen Ausführungen versehen – beispielsweise mit einem Airpool oder einem Komfort-Hebesitz für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit, was in der heutigen Zeit ein wichtiges Thema ist. Jäger: «Wir appellieren deshalb auch an Badezimmer-Renovierer, frühzeitig an Barrierefreiheit zu denken. Schliesslich werden Badezimmer nur in sehr grossen zeitlichen Abständen erneuert – nur alle 20 bis 25 Jahre.»

Erste rahmenlose Dusche mit geklebten Scharnieren und Twinline 2

2008 erfolgte die Markteinführung der «Cityline for me», der ersten rahmenlosen Dusche mit geklebten Scharnieren und Beschlägen, und 2010 der Twinline 2, der neuen Modellreihe der Dusch-Badewanne. Artweger bekam zahlreiche Design-Preise für das neue Produkt. Gleichzeitig führte das Unternehmen das Roboter-Zeitalter mit der neuen Produktionsanlage für die Twinline 2 im Betrieb ein.

2012 erfolgte die erste Lieferung von Twinlines für den Übersee-Markt nach Kanada und 2013 die Markteinführung des Artlift, der ersten Dusch-Badewanne mit integriertem Komfort-Hebesitz.

Erste Duschen-Komplettserie mit 360°-Scharnier

«Unser jüngster Coup gelang uns 2015 mit der Duschen-Komplettserie Artweger 360», betont Andreas Hirsch. «Während andere Anbieter von Duschen ihre Angebotspalette ständig ausbauen, jedes Modell mit einem neuen Namen versehen, für deren Montage eine Vielzahl an unterschiedlichen technischen Anforderungen entwickeln, gehen wir den genau gegenteiligen Weg. Die gesamte Duschenvielfalt des Unternehmens wird in die Duschen-Komplettserie Artweger 360 integriert. Sie bietet ideale Lösungen für jede Einbausituation, gleich ob Nische, Ecksituation oder freistehende Variante.»

Der Kunde kann zwischen rahmenlosen, teilgerahmten oder – wie bei Schiebetüren erforderlich – gerahmten Varianten wählen. Besonders breit gefächert ist das Angebot bei den Türvariationen: von der Schiebetür über die Flügeltür, die Walk-In, die Falttür oder die Pendeltür ist alles möglich. «Mit Artweger 360 bieten wir eine im Design einheitliche Grossserie, die für alle Einbausituationen die bestmögliche Gestaltungsvariante bietet», so Hirsch. «Natürlich können wir damit auch alle Sonderwünsche erfüllen.»

Bei der Entwicklung der Duschenserie Artweger 360 war eines der wichtigsten Ziele, die Arbeit auf der Baustelle zu erleichtern. Deshalb haben die Produktentwickler die Montagesysteme auf zwei Varianten reduziert: ein System für alle teilgerahmten und eines für alle rahmenlosen Modelle. In der Praxis gewinnt der Monteur schnell an Sicherheit, und jeder Handgriff sitzt.

Die ambitionierten Pläne für die neue Serie wurden im ersten Jahr nach Produkteinführung weit übertroffen. 2016 konnte das Unternehmen dank der neuen Serie den Umsatz bei Duschen um 13% steigern.

Die bedeutende Innovation

dieser Duschen-Komplettserie besteht im Twin-Scharnier, das es ermöglicht, die Duschtür um 360° zu drehen. Damit kann die Pendeltür immer so weit geöffnet werden, bis sie im Idealfall parallel zu einer Wandfläche zu stehen kommt. So schränkt die Tür den Raum nicht ein, und das Bad ist barrierefrei nutzbar.

Innovation und Internationalisierung forcieren

«Innovationen waren immer die Grundlage unseres aussergewöhnlichen Erfolges und das wird auch weiterhin so bleiben», erklärt Andreas Hirsch. «Wir werden Neues auf den Markt bringen, wo niemand mit Neuem rechnet.» Er will die Strategie der Produktideen mit klarem Kundennutzen vorantreiben, mit modernen Methoden des Prototypings und des 3D-Printings die Produktentwicklung effizienter aufstellen und damit schneller von der Idee zum fertigen Produkt gelangen. Durch frühzeitiges Feedback von Seiten des Sanitärfachhandels und der Konsumenten will Hirsch Akzeptanz und Erfolgsrate neuer Produkte vom Start weg optimieren.

Den Spagat zwischen Sortimentsbreite, der grösstmöglichen Auswahl für den Kunden auf der einen Seite und der Notwendigkeit, Komplexität und Teilevielfalt für die Fertigung zu reduzieren, wollen Hirsch und sein Team mittels einer neuen Plattformstrategie bewältigen: «Eine wesentliche Stärke ist unsere Produktion in Österreich, weil wir hier die bestqualifizierten Mitarbeiter haben. Nur so sind wir in der Lage, selbst herausfordernde Sonderlösungen für Kunden als Einzelstücke zu entwerfen und zu fertigen. Initiativen rund um Industrie 4.0 werden die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens weiter stärken.»

Mit einer Exportquote von 60%

zählt Artweger zu den am stärksten international ausgerichteten Unternehmen Österreichs. «Mit der Badewannen-Dusch-Kombination Twinline haben wir vor 12 Jahren ein völlig neues Produktsegment entwickelt und uns vor allem in der D-A-CH-Region etabliert», beschreibt Hirsch einen der grössten Unternehmenserfolge der letzten Jahre. «Jetzt sind wir bereit für den nächsten Schritt. Die Twinline hat globales Poten-tial.» 

 

Weitere Informationen:

www.artweger.at

Nachgefragt bei Andreas Hirsch, Geschäftsführer von Artweger:

Was zeichnet Artweger im Vergleich zur Konkurrenz aus?

Ich bin noch ziemlich neu dabei, mir ist aber wichtig, die Kunden zu treffen und sie direkt nach ihren Bedürfnissen zu befragen. Ich will, dass man sich auf Artweger verlassen kann und dass auch wirklich funktioniert, was man mit unseren Produkten macht. Auch wenn es kompliziert wird, kann man immer auf Artweger bauen. Besonders in der Schweiz sind Qualität, Service und Vertrauen wichtig und werden sehr geschätzt. Wenn wir etwas tun, ist das auch immer durchdacht, schliesslich brauchen die Profis aus der Branche gute Lösungen. Uns gelingen immer wieder bedeutende Innovationen, das zeichnet uns aus. Wir wollen stets mehr bieten als einfach nur Produkte.

Wie ist der Vertriebsweg in der Schweiz geregelt?

Wir haben in der Schweiz eine eigene Vertriebsmannschaft, die in «Ost», «Mitte» und «West» aufgeteilt ist. Unser Anspruch ist, direkt zu den Installateuren zu gehen. Wir legen grossen Wert darauf, dass diese Leute vor Ort alle Schweizer sind, die sehr gut vernetzt sind. Sie sind alle langgediente Mitarbeiter, die überzeugt hinter Artweger stehen. Parallel dazu verfügen wir über eine gut funktionierende Kundendienstmannschaft und bieten Full Service von Aufmass bis zur Montage. Wir werden in der Schweiz als die Schnellsten wahrgenommen, selbst bei Sonderanfertigungen.

Was wollen Sie in der Schweiz erreichen?

Wir möchten unserem Vertriebskanal treu bleiben, haben aber noch grosses Potential. Wir werden Schritt für Schritt mit überzeugenden Produkten, perfekter Arbeit und Top-Service vorgehen. Wir wollen am Schweizer Markt – auch in Zusammenarbeit mit dem p+i – signalisieren, dass wir auf weiteres Wachstum setzen. Kommunikation ist ein Schlüsselfaktor für unseren Erfolg. Verstärktes Engagement gilt auch für die Positionierung gegenüber Sanitärfachbetrieben. Wir werden einfach unseren Weg – ganz fokussiert auf Duschen – fortsetzen und versuchen, weitere Kunden mit unseren tollen Produkten zu überzeugen. Rund um den Duschplatz wollen wir weiter Innovations-treiber sein und ganz neue Produkte auf den Markt bringen. Und wir wollen das Leben unserer Kunden leichter machen und uns weiterhin von anderen Marktteilnehmern differenzieren. Unsere Spezialitäten sind: ganz nahe am Kunden, perfekte Lösungen in einzigartiger Qualität und sehr schnell.