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Informativ und mit neuen Impulsen boten sich die parallelen Baumessen Bau+Energie-Messe und Bauen+Wohnen mit Kongress im vergangenen Monat in der Bernexpo dem Publikum an. Rund 300 Aussteller präsentierten 19 000 Besuchern – vom Architekten bis zum Bauherrn – vier Tage lang ihre Produkte und Dienstleistungen, 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Sie konnten profitieren von einer breiten Angebotspalette zum Bauen und Wohnen und einem interessanten Veranstaltungsprogramm.

Die angenehme Stimmung an der Bau+Energie-Messe in Bern und die jeweils schmuck gemachten Stände haben auch diesmal viel zum guten Gelingen der Veranstaltung beigetragen. 18 Prozent mehr Besucher als im Vorjahr waren diesmal gekommen – in Zeiten, in denen den Messen ein starker Wind ins Gesicht bläst, ist das ein schönes Ergebnis.

 

Bewährte Messe

Das Angebot der Aussteller und die Qualität der Kongressveranstaltungen bewegten sich auch in diesem Jahr auf hohem Niveau und haben dem Publikum gefallen. Auch die Aussteller zeigten sich zufrieden mit dem Messeverlauf. «Wir sind wie andere froh, dass die Messe heuer wieder im November stattgefunden hat», sagte Beat Meier, Geschäftsführer der Windhager Zentralheizung Schweiz AG. «Es läuft super an unserem Messestand, wir haben gute Kontakte. Entscheidend ist natürlich auch immer, dass man sich auf eine Messe gut vorbereitet.»

«Die Bau+Energie-Messe und die Bauen+Wohnen boten nicht nur den direkten Produktevergleich, sondern auch die ausgezeichnete Gelegenheit, sich zu vernetzen», stellte Messeveranstalter Marco Biland, ZT Fachmessen AG, erfreut fest. «Das bauaffine Publikum aus der Deutsch- und Westschweiz nutzte die Messe, und es entstanden interessante Fachgespräche.»

 

Fachveranstaltungen auf hohem Niveau

90 Fachreferate an der Bau+Energie-Messe, darunter das traditionelle Herbstseminar mit dem Thema «Neue Impulse für die Bau- und Energiewirtschaft» und der Plusenergiekongress, vermittelten Lösungen und Anregungen für den technischen und wirtschaftlichen Fortschritt am Gebäude. Das Forum Architektur bot sechs Referate zum Bauen und Umbauen für die Zukunft. Das Forum Energieproduktion gab einen Leitfaden, wie man von der echten Revolution in der Solartechnologie profitieren kann – und ein Beispiel, wie Solarstrom in Mehrfamilienhäusern rentabel zum Eigenverbrauch genutzt wird. Im Forum «Energiespeicher + Energiemanagement» gab es News zu thermischen und elektrischen Speichersystemen und Batterien. Das Forum Digitales Planen zeigte den Königsweg zum digitalen Unternehmen.

 

Beraterstrasse rege nachgefragt

Erneut organisierte die Messeleitung zusammen mit dem AUE Amt für Umweltkoordination und Energie des Kantons Bern die «Beraterstrasse der Kantone». Acht unabhängige und persönlich betreute Beratungsstellen säumten den Eingangsbereich. Neu hatten sich Hauseigentümer vorab für eine Vorgehensberatung anmelden können, um an der Messe ihre Unterlagen und Wünsche mit einem Energie-Experten zu besprechen. Völlig ausgebucht waren dann an der Messe die rund 80 Zeitfenster, die Hauseigentümer für die Vorgehensberatung in Anspruch nehmen durften. «Unser Aufruf hatte grossen Anklang gefunden und derart viele Gebäudeeigentümer mobilisiert, dass wir noch mehr Beraterboxen hätten anbieten können», zieht der Leiter Kongress, Jürg Kärle, zufrieden Bilanz. «Das Wechseln der Heiztechnik und die Fassadendämmung standen ganz zuoberst auf der Frageliste.»

 

Die Bau+Energie und die Bauen+Wohnen finden im nächsten Jahr vom 28. November bis 1. Dezember wieder in der Bernexpo statt.