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Die Diplomreise der TS-Abschlussklasse Fachrichtung Sanitär 2017 der Baugewerblichen Berufsschule Zürich (BBZ) ging nach Riga in Lettland. Die wunderschöne lettische Hauptstadt hat bei den Studenten bleibende Eindrücke hinterlassen.

Während der Mittagspause an einem nicht ganz einfachen Schultag – gerade hatte die Klasse eine Prüfung abgeschlossen – beschloss die TS-Abschlussklasse Fachrichtung Sanitär 2017 der Baugewerblichen Berufsschule Zürich (BBZ), die Organisation ihrer Abschlussreise an die Hand zu nehmen. Am Nachmittag wurde die ganze Klasse über die Ideen informiert. Eine demokratische Abstimmung ohne Vetorecht sollte es werden, bei der jeder die Möglichkeit hatte, seine Ideen einzubringen.

Nach einer Woche Bedenkzeit fand die Abstimmung in der Klasse statt. Zuvor hatte jeder die Chance, sein Wunsch-Reiseziel über den Klassenchat mitzuteilen. Aus Budget-Sicht wurden die karibischen Inseln als Reiseziel schnell gestrichen. Die Liste wurde trotzdem überraschend lang. Von Barcelona über Tel Aviv bis Hamburg war fast alles vertreten. Folglich wurden die drei Destinationen mit den meisten Stimmen in die Finalrunde gewählt.

Riga hat gesiegt

Mit grossem Abstand wurde die lettische Hauptstadt Riga zum Sieger erkoren. Offenbar hatte sich aber niemand in der Klasse ausreichend Gedanken über die sibirischen Temperaturen im November in der Ex-Sowjetrepublik Lettland gemacht, was aber bald recht deutlich wurde.

Nach allen Vorbereitungsarbeiten war die Freude der frisch Diplomierten auf die bevorstehende Reise riesig. Der erste Freitag nach den letzten Prüfungen war der Start in die viertägige Abschlussreise. Niemand wusste zu diesem Zeitpunkt, ob er die Prüfungen bestanden hatte oder nicht. Trotzdem fühlten sich alle befreit von der vergangenen, stressigen Zeit.

Grosse Vorfreude

Gegen Mittag trafen sich die Reiseteilnehmer am Flughafen Zürich. Die Vorfreude war allen ins Gesicht geschrieben. Siebzehn strahlende Gesichter durchquerten durstig die Sicherheitskontrollen und bewegten sich geradlinig auf eine Bar im Abflugbereich zu, um mit einem kühlen Bier auf die bevorstehende Reise kräftig anzustossen.

Pünktlich startete das Flugzeug von Air Baltic in Richtung Lettland. Trotz ausverkauftem Bierbestand im Flugzeug landete das Flugzeug nach einem sehr geselligen und unterhaltsamen Flug sicher in Riga. Der Shuttleservice brachte alle direkt vom Flughafen ins Hotel.

Speisen wie bei König Artus’ Tafelrunde

Im Vorfeld der Reise war für jeden Abend ein Restaurant inklusive Menü-Auswahl für die ganze Gruppe reserviert worden. So waren alle froh, kurz nach der
Ankunft im Hotel, sich mit den hungrigen Mägen schnell in Richtung Innenstadt zu verschieben. Zu Fuss erreichten die Reiseteilnehmer das lettisch traditionelle Restaurant «Folkklubs Ala Pagrabs».

Beim Eintritt durch die grosse Holztür führt eine Treppe in den wunderschönen Gewölbekeller. Massive Holztische wie an einer Rittertafel und eine angenehme Mittelalterstimmung machen dieses Restaurant neben den 28 Biersorten im Offenausschank zu einem richtig tollen Erlebnis. So speisten die Diplomierten der TS-Abschlussklasse BBZ in bester Gesellschaft wie bei König Artus’ Tafelrunde, in Begleitung von mittelalterlicher Musik und stets mit einem kühlen lettischen Bier in der Hand bis spät in die Nacht hinein.

Auf Market and Food Tour

Von der vergangenen Nacht gekennzeichnet, ging es am Folgetag bereits um Mittag weiter zur «Market and Food Tour». Die Begleiterin führte die Reisegruppe in die ehemaligen Zeppelinhangars aus vergangenen Zeiten, die zu Lebensmittelmärkten umfunktioniert wurden. Von Fleisch, Fisch über Käse bis zu eingelegtem Gemüse war fast alles vertreten.

Zum Schluss hatte man auch die Möglichkeit, viele traditionelle Speisen, wie zum Beispiel geräucherter Hering oder Sauerkrautsaft im Glas, zu probieren. Jedoch waren nicht alle Speisen für jeden Magen geeignet. Deshalb ist auch dem einen oder anderen beim Probieren die Farbe aus dem Gesicht gewichen. Nach der zweistündigen Tour wurden auch die verschiedenen Biere einer lokalen Brauerei, die zufällig einen Stand im Markt hatte, probiert.

Riesenfest mit toller Stimmung

Die Stimmung befand sich danach auf einem sehr euphorischen Niveau, während die Reisegruppe zu Fuss in Richtung «Charleston Steakhouse» ging. Im Restaurant angekommen, wurde die ausgelassene Stimmung noch intensiver. Man staunte nicht schlecht, als erklärt wurde, dass es jeden Wein auf der Weinkarte nur einmal gebe. Da blieb den Beteiligten also nichts anderes übrig, als die Weinkarte auszuprobieren.

Bei Speis und Trank stärkte sich die Truppe für den bevorstehenden Ausgang in einem angesagten Nachtclub. Über den Hotelconcierge konnte man eine Lounge für die ganze Klasse reservieren. Dieser Abend war der unvergesslichste Abend von allen und neben all den vielen Eindrücken und besuchten Sehenswürdigkeiten wohl der Höhepunkt der Reise. Die Musik war super, die Leute feierten ausgelassen und alle hatten ein Riesenfest.

Wie alles Schöne hatte auch diese Abschussreise ein Ende. Die Stimmung vom Hinflug wäre auch für den Rückflug gewünscht gewesen. Das Fazit der Reise der TS-Abschlussklasse Fachrichtung Sanitär 2017 fiel für alle Beteiligten überaus positiv aus. Einen solch starken Klassenzusammenhalt, eine Zeit voller unvergesslicher Erlebnisse und ohne Zwischenfälle konnte man sich vorher nicht vorstellen. Diese Reise hat alle Beteiligten wirklich zusammengeschweisst. Voller schönster Erinnerungen bedanken sich die Diplomierten bei ihren Sponsoren, die diese wunderschöne Reise mitermöglicht haben.

Sponsorenliste Abschlussreise 2017

Hauptsponsoren:
Amstein + Walthert AG
Geberit Vertriebs AG
Neukom Engineering AG

Sponsoren:

Armacel Switzerland AG Künzi Haustechnik AG
Bekon Koralle AG Locher Sanitärplanung GmbH
Bösch Sanitäringenieure AG Lüthi Haustechnik AG
Brugg Rohrsystem AG Meiko Suisse AG
BWT Aqua AG Pentair AG
Carl Heusser AG Pumpen Lechner GmbH
Dämm Plus GmbH Resitec AG
Eduard Truninger AG RMB Engineering AG
Gasotec AG Sanitas Troesch AG
GEMÜ Vertriebs AG Scheco Entwässerungstechnik AG
Häny AG Talsee AG
Hiltbrand Systemtechnik AG Willi Haustechnik AG
Kägi + Co Heizung und Sanitär AG Zehnder Group Schweiz AG
Keramik Laufen AG  

 

Nachgefragt bei Manuel Balmer, dipl. Techniker HF Sanitär und Organisator der Reise

Wie haben Sie die vergangenen vier Jahre berufsbegleitendes Studieren erlebt?

Das Studium war auf jeden Fall sehr intensiv, besonders im letzten Semester in Kombination mit der Diplomarbeit. Während der gesamten Studienzeit war man stets gefordert. Sei es zu Beginn, während dem Erlernen der Grundlagenfächer oder während der abwechslungsreichen Fachausbildung.

Wie haben Sie Ihr Studium mit all Ihren anderen Verpflichtungen unter einen Hut bekommen?

Das war nicht immer eine einfache Angelegenheit. Eine solide Planung der privaten Aktivitäten und die Absprache mit dem Arbeitgeber sind sehr wichtig. Besonders die unregelmässigen Schultage konnten ohne fixe Kalendereinträge nicht mehr im Überblick behalten werden.

Hatten Sie Unterstützung von Ihrem Umfeld?

Das Verständnis des Arbeitgebers und des privaten Umfelds sind der Schlüssel zum Erfolg. Mein Teamleiter hat mir immer sehr viel Freiraum geschaffen und mich in jeder Hinsicht unterstützt, damit ich meine Arbeitstätigkeit und den Aufwand des Studiums nebeneinander bewältigen kann.

Haben Sie Ihr Studium bei einem vollen 100%-Job durchgezogen, mussten Sie Urlaub nehmen?

Während den ersten vier Semestern arbeitete ich in einem 100%-Pensum. Danach habe ich mein Pensum für die letzten drei Semester auf 80% reduziert. So konnte ich meine Zeit flexibler einsetzen und hatte genügend Freiraum, um die Diplomarbeit zu meistern. Während dem Schreiben der Diplomarbeit habe ich meine Urlaubstage eingesetzt.

Was hat Sie am meisten in Ihrer Ausbildung beeindruckt bzw. welches waren die prägendsten Momente dabei?

Beeindruckt hat mich die Vielfältigkeit der Fachbereiche von den Dozenten, die mehrheitlich einen praxisnahen Unterricht gestaltet haben. Im Kaltwasser- und im Gas-Semester hatten wir diverse Projektarbeiten, die einen hohen Praxisbezug mit dem entstandenen Lerneffekt verbunden haben. 

Welche Bereiche Ihres Berufes verstehen Sie heute besser, was war im Studium besonders aufwendig für Sie?

Die Vorgehensweise bei Aufgabenstellungen hat sich bestimmt verändert. Zudem erweiterte sich die fachliche Kompetenz im Bereich der Sanitärtechnik wesentlich, was einem im beruflichen Alltag eine wertvolle Hilfe ist. Aufwendig waren sicherlich die Vorbereitungsarbeiten auf die Abschlussprüfungen. Der gesamte Schulstoff der Fachausbildung musste innert weniger Wochen nochmals intensiv repetiert werden, um an den Prüfungstagen eine gute Leistung zu vollbringen. 

Was sind die nächsten beruflichen Herausforderungen für Sie?

Ich möchte gerne Erfahrungen im internationalen Bereich der Sanitärtechnik sammeln und das erlernte Wissen aus dem Studium dabei gezielt anwenden. Die Weichen dazu konnte ich bereits stellen. 

Wird der schöne Zusammenhalt bestehen bleiben unter Ihren Kollegen bzw. werden sie sich künftig treffen?

Das Ziel ist auf jeden Fall eine regelmässige Klassenzusammenkunft. Wie so oft bleibt der Zusammenhalt nicht bestehen, wenn man sich nicht aktiv darum bemüht. Deshalb ist der erste Event bereits in Planung und wird bestimmt genauso ein Erfolg wie unsere unvergessliche Abschlussreise.