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Unabhängige Fachzeitschrift für die Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Energiebranche

Die ISH in Frankfurt am Main – Weltleitmesse für Wasser, Wärme, Klima – hat erneut ihre Bedeutung für Besucher und Aussteller des In- und Auslands unter Beweis stellen können. 2532 Aussteller zeigten in Frankfurt auf einer Fläche von 275 000 Quadratmetern ihre Produkte und Dienstleistungen. Und 190 000 Besucher kamen auf das Frankfurter Messegelände. Die Erreichung der Klimaziele kann nur durch Vernetzung von Systemen und Gewerken realisiert werden. Der weltweite Branchentreffpunkt lieferte hierzu mit geeigneten Lösungen wertvolle Impulse.

Zur ISH 2019 vom 11. bis zum 15. März 2019 sind rund 190 000 Besucher (2017: 198 810) aus 161 Ländern (2017: 153) auf das Frankfurter Messegelände gekommen, um sich über Innovationen und Trends zu informieren. Fünf Tage lang stellten insgesamt 2532 Aussteller (Inland: 868, Ausland: 1664) aus 57 Ländern in Frankfurt erstmals ihre Produktneuheiten und Dienstleistungen vor. Gleichzeitig konnte die ISH ihre Bedeutung durch eine deutlich gesteigerte Internationalität ausbauen: 66 Prozent (2017: 64 Prozent) der Aussteller und fast 48 Prozent (2017: rund 40 Prozent) der Besucher kamen aus dem Ausland. Die besucherstärksten Länder waren China, Italien, Niederlande, Frankreich, Schweiz, Grossbritannien, Polen, Belgien, Österreich und die Tschechische Republik. Industrie und Handwerk stellten die grössten Besuchergruppen.

Klimaschutzziele im Fokus

Die ISH habe erneut bewiesen, dass sie alle internationalen Branchenplayer vernetze, so Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt: «Nur gemeinsam können so die politisch gesteckten Klimaschutzziele erreicht werden – natürlich auch im persönlichen Diskurs hier auf der ISH. Dazu hat auch die Änderung der Tagesfolge auf Montag bis Freitag beigetragen», meinte Wolfgang Marzin.

Grosse Zufriedenheit an der Messe

Gaben 97% der Besucher an, dass sie sehr zufrieden waren mit den gezeigten Produkten und Dienstleistungen. Das Angebot der Aussteller war breit und zeigte zahlreiche Neuheiten. Besonders der schöne und eindrückliche Stand von Laufen mit toller Darbietung stach den Besuchern ins Auge. Auch die Aussteller zeigten sich mit dem Messeverlauf zufrieden. «Für unsere Exportmärkte war es gut, mal hierher zu kommen», sagte Beat Wullschleger, Co-Firmenchef der Wilhelm Schmidlin AG. «Es hat sich gelohnt, hier zu sein.» – «Wir hatten bereits einen sehr guten Messestart, und Mitte Woche war es sehr lebhaft», erklärte Roger Weber, Geschäftsführer der Biral AG. «Wir bekamen die beste Standbewertung bei den Pumpen, das motiviert.» Für Beat Ruch, Verkaufsleiter Wilo Schweiz AG, lief es an der Messe vom ersten Messetag an super: «Auf besonderes Interesse ist die neue 5-jährige Garantie auf unseren kleinen Verschraubungspumpen gestossen. Wir wurden an der Messe als Lösungsanbieter wahrgenommen.» Giuseppe Mastrodomenico, Geschäftsführer Dornbracht Schweiz, zeigte sich begeistert, wie viel los war an den Ständen: «Es gab viel Interesse und unsere Produkte sind bei den Messebesuchern gut angekommen. Wir haben die Synergien von unseren beiden Marken wesentlich besser ausgeschöpft.» Für Christoph Ernst, Tacanova Group, ist das Fachpublikum in Frankfurt viel interessierter: «Die wollen hier viel mehr Details als bei uns in der Schweiz und sie gehen leichter damit um, uns ihre Namen zu geben.» Auch bei anderen Ausstellern war man sehr zufrieden mit den Frequenzen.

Heizungs-, Klima- und Kältetechnik im Fokus

Gemäss Hochrechnungen werden bis 2030 rund 5 Mia. Menschen in Megastädten wohnen und etwa 80 Prozent ihrer Zeit in Gebäuden verbringen. Dies stellt ganz neue Anforderungen an Luft, Wasser und Wärme. Der Bedarf nach intelligenter Vernetzung, smarten Konzepten und digitalen Anwendungen steigt. Auch in den Technologien Klima und Kälte war die Cloud omnipräsent. Siemens verwandelt Gebäude in perfekte Einheiten, die während ihres gesamten Lebenszyklus miteinander kommunizieren. Auf dem Messestand konnten die Besucher sehen, wie jedes Gebäude dank Digitalisierung und innovativer Gebäudetechnik zum perfekten Ort wird. Selbstoptimierende, dynamische Ventile mit Cloud-Anbindung sowie neue digitale Services von Siemens Building Technologies erleichtern die Umsetzung von smarten Gebäuden. Produkt- und Gebäudemanagementsysteme werden an die Cloud angebunden, Gewerke integriert und Daten jederzeit verfügbar und von überall zugänglich gemacht.

Danfoss präsentierte dabei mit den Bereichen Heating und Drives seine nachhaltigen Lösungen, die bei allen Gebäudetechnikanwendungen den sparsamen Umgang mit den wertvollen Ressourcen vorantreiben. Danfoss Heating zeigt unter dem Motto «A connected world» Heating-Lösungen für Wohn- und Zweckbauten sowie Trends im Fernwärmesektor. Ganz wichtig sind auch für das dänische Unternehmen die Themen Digitalisierung und intelligente Gebäudesteuerung. Weiter stellte Danfoss das höchst interessante Extended-Oil-free-Sortiment (EXO) aus. Es beinhaltet zahlreiche wichtige ölfreie Komponenten wie Verdichter, Wärmetauscher, Ventile und Regelungen, die sich kombinieren lassen.

Jaeggi zeigte Schweizer Qualität an der ISH: Das Exponat des Unternehmens war am Stand nicht zu übersehen. Der Hybridkühler Hybrid Blue, der sonst eher auf Dächern oder speziellen Räumen installiert ist, war ein echter Blickfang. Dieser Rückkühler ist eine weiterentwickelte Variante des Trockenkühlers.

Bei der Wolf GmbH lag der Fokus auf der Klimatechnik. Gezeigt wurden die Kompakt-Lüftungsgeräte CRL evo max, CKL evo, oder CWL-F. Der Einbau einer Wohnungslüftung kann bei mangelndem Platz und engen Einbausituationen schwierig sein. Für solche Situationen hat Wolf das Flachlüftungsgerät CWL-F-150 Excellent entwickelt. Mit einer maximalen Luftfördermenge von 150 m3 pro Stunde ist das Gerät ideal zum Belüften eines kleinen Einfamilienhauses geeignet. Das Besondere an diesem Gerät ist die Gegenstrom-Technologie. Dabei werden Zu- und Abluft über einen Wärmetauscher in getrennten Kanälen aneinander vorbeigeführt, wobei die warme Abluft die kalte Zuluft erwärmt. Im Sommer lässt sich die Wärmerückgewinnung mit Hilfe eines Bypasses umgehen und das Gebäude wird mit angenehmer Nachtluft gekühlt.

Die Konjunkturaussichten …

… bewerten sowohl Aussteller als auch Besucher positiv. Ausstellerseitig sehen 92 Prozent diese als gut oder befriedigend. Bei den deutschen Ausstellern liegt dieser Wert bei 93 Prozent. Besucherseitig sind es 92 Prozent, bezogen auf deutsche Fachbesucher 94 Prozent.

Intersec Forum: Sicherheit gross im Kommen

Parallel zur ISH wurde die vierte Konferenz für vernetzte Sicherheitstechnik am Mittwoch nach zwei intensiven Konferenztagen beendet. 320 Fachleute aus dem In- und Ausland aus der Planung, Installation und dem Betrieb vernetzter gebäudetechnischer Anlagen nahmen an der Konferenz teil (2017: 180 Teilnehmer).

Weitere Informationen:
ish.messefrankfurt.com