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Unabhängige Fachzeitschrift für die Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Energiebranche

Paul McCartney wurde es 2017, Harrison Ford und Barbra Streisand auch: 75 Jahre alt. Zu den Jubilaren 2017 zählte auch die Vereinigung Schweizerischer Sanitär- und Heizungsfachleute VSSH. Die erwähnten Berühmtheiten haben verständlicherweise etwas Patina angelegt, die VSSH hat es nicht – im Gegenteil. Sie blickt mit Zuversicht und Tatendrang nach vorne.

Generalversammlungen sind da, um das vergangene Jahr abzuschliessen. Das hat die Vereinigung Schweizerischer Sanitär- und Heizungsfachleute VSSH am 9. Juni 2017 in den grosszügigen Räumlichkeiten der V-Zug getan. Dazu kam das grosse 75-Jahre-Jubiläum der Vereinigung, das gebührend gefeiert wurde. Die formellen Traktanden waren rasch durchberaten und verabschiedet. Hauptsächlich ging es danach darum, den rund 100 anwesenden Mitgliedern die Richtung aufzuzeigen, in die der Vorstand die rüstige Jubilarin führen möchte: weg von einer reinen Meistervereinigung hin zu einem lebendigen, zeitgemässen Fachverband mit Wissens- und Erfahrungsvermittlung sowie Netzwerk-Plattform unter Fachleuten als zentrale Elemente.

Öffnung des Mitgliederkreises abgelehnt

Die VSSH will zum Nutzen der rund 900 Mitglieder die Beziehungen zu Fachgremien, Behörden, Schulen, Handel und Industrie weiter pflegen, ja noch vertiefen, Hilfsmittel für den Berufsalltag erarbeiten und Anlässe und Exkursionen organisieren. Eine Mitgliederumfrage im Vorfeld der Generalversammlung, an der sich fast 150 Mitglieder beteiligt hatten, hat aufgezeigt, was genau die Mitglieder von der VSSH erwarten. Der Statutenänderungsvorschlag des Vorstands, der eine formelle Öffnung des Mitgliederkreises vorsah, wurde von den Mitgliedern zwar abgelehnt; der Auftrag an den Vorstand, den aufgezeigten Weg fortzuschreiten, durfte indes entgegengenommen werden.

Ein vorzügliches Nachtessen mit humorvoller Unterhaltung schloss eine denkwürdige Jubiläums-Generalversammlung ab.

Veränderungen im Vorstand

Die beiden verdienten Vorstandsmitglieder Maurice Vacchiano, Vizepräsident, und Stefan von Rotz, Projektleiter SI-Handbuch, sind auf die Generalversammlung hin aus dem Vorstand ausgeschieden. Mit diesen beiden Rücktritten fiel die Zahl der Vorstandsmitglieder unter die statutarische Vorgabe. Im Rahmen der Mitgliederumfrage hatten sich rund 15 Mitglieder zu einer Vorstandstätigkeit grundsätzlich bereit erklärt. Drei von ihnen – Dominique Lüthi, Patrick Bächler sowie Andreas Bopp, allesamt junge und kompetente Berufskollegen – werden der Generalversammlung 2018 zur Wahl in den Vorstand vorgeschlagen.

Eine neue Veranstaltungsreihe: «En Visite»

Mit der À-Jour-Veranstaltungsreihe hat die VSSH offenbar den Geschmack der Mitglieder getroffen: Fachveranstaltungen zu aktuellen Themen mit kompetenten Referenten an Vorabenden an attraktiven Orten. Hochkarätig wurden die À-Jour-Tagungen im Juni 2017 fortgesetzt. Im Zentrum standen das Zusammenwirken von kantonalen Vorschriften, SIA-Normen und Minergie-Standards, speziell auf die Sanitär- und Heizungsbranche bezogen. Vier anerkannte Fachreferenten beleuchteten die Thematik in Kurz-Referaten. Das anschliessende Podium unter der Leitung von VSSH-Mitglied Roger Neukom beantwortete offene Fragen. Eine Besichtigung des Forschungslabors NEST schloss den gut besuchten Anlass, der unter dem Patronat von Laufen und Similor stand, ab.

Neu bietet die VSSH den Mitgliedern auch die Gelegenheit zu interessanten Begegnungen mit spannenden Objekten, Firmen oder Messen. Den Anfang machte der Besuch des iHomeLab und der Prüfstelle Gebäudetechnik an der Hochschule Luzern, Abt. Technik & Architektur, Horw. Dieses neue Veranstaltungsformat wird künftig unter dem Titel «En Visite» durchgeführt.

SI-Handbuch: Verstärkung des Projektteams

Stefan von Rotz hat vor ein paar Jahren die Projektleitung für die Überarbeitung des SI-Handbuchs übernommen. Einzelne Kapitel konnten bereits fertiggestellt werden, einige stehen vor der Vollendung. Die Suche nach Verstärkung für dieses Projekt war erfolgreich: Alice Hefti, Haustechnikplanerin Heizung und Umweltingenieurin erneuerbare Energien FH, wird künftig am SI-Handbuch mitwirken.

Mitglieder: Trend entgegenwirken

Insgesamt sind der VSSH im letzten Jahr 14 Aktiv- und 2 Partnermitglieder beigetreten. Per Ende 2017 zählte die VSSH damit 915 Mitglieder. Damit liegt die Mitgliederzahl unter derjenigen des Vorjahres. Unter dem Jahr erklärten Mitglieder ihren Austritt – kaum je eines, weil man mit den Leistungen der VSSH nicht zufrieden war, sondern aus Altersgründen, vielfach nach Aufgabe der Geschäftstätigkeit. Das ist aber nicht zwingend, denn berufliche Netzwerke können einem weit über das aktive Berufsleben hinaus Nutzen stiften und Freude bereiten. Daher muss das Motto lauten: VSSH – ein Leben lang. Und wenn ein Austritt erfolgt, wäre es natürlich wünschenswert, wenn im Gegenzug der Nachfolger den Schritt in die VSSH machen würde.

Netzwerkpflege: ein Muss

Der Nutzen von Netzwerken wird trotz Facebook, Xing und LinkedIn nach wie vor stark unterschätzt. Intakte, gepflegte Beziehungen zu Berufskollegen öffnen Türen, stärken Kompetenz und schaffen Sicherheit. Das gilt im Berufs-, aber auch im Verbandsleben: Die VSSH pflegt enge Kontakte zu verschiedenen anderen Haustechnik-Verbänden, so u. a. zu Suissetec, zum Verband der Haustechnik-Fachlehrer (SSHL), zum Verband der Armaturen-Lieferanten (URS), zum Schweizerischen Verein des Gas- und Wasserfaches SVGW und zum Brunnenmeister-Verband (SBV).

Noch intensiver ist die Zusammenarbeit mit der Konferenz der Gebäudetechnik-Verbände (KGTV) geworden. In deren Schoss wurde im letzten Jahr unter dem Patronat der VSSH ein Merkblatt Warmhaltebänder erarbeitet und an einem Merkblatt «Abwärmenutzung» mit-
gearbeitet. Beide Merkblätter wurden an der Swissbau 2018 vorgestellt.

 

Weitere Informationen:
www.vssh.ch