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Unabhängige Fachzeitschrift für die Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Energiebranche

Die Vereinigung Schweizerischer Sanitär- und Heizungsfachleute (VSSH) hat mit ihrer neuen Eventreihe «En Visite» gleich am ersten Event überzeugt: der Besuch von iHomeLab und Prüfstelle Gebäudetechnik an der Hochschule Luzern in Horw ist bei den Teilnehmern sehr gut angekommen.

 

Eine Umfrage unter den Mitgliedern der Vereinigung Schweizerischer Sanitär- und Heizungsfachleute (VSSH) hatte ergeben, dass sich viele Mitglieder wünschen, interessante Projekte, Firmen, Institutionen oder Anlagen zu besichtigen. Die VSSH hat deswegen die neue Eventreihe «En Visite» aus der Taufe gehoben, die bei der Premiere gleich mit einem Highlight aufwarten konnte: der erste Besuch galt kürzlich der Hochschule Luzern, Abteilung Technik & Architektur, in Horw und deren Institutionen iHomeLab und Prüfstelle Gebäudetechnik. VSSH-Präsident Milo Tettamanti freute sich, die Teilnehmer an der ersten Ergänzungsveranstaltung zu den bewährten À-Jour-Tagungen gleich in seiner Heimatgemeinde begrüssen zu dürfen: «Der Besucheraufmarsch stimmt mich froh, mit der neuen VSSH-Reihe einem echten Bedürfnis zu entsprechen.» Im Zusammenhang mit der En-Visite-Veranstaltung in Horw wurde auch die Etablierung eines ständigen Dialogs zwischen VSSH und der Hochschule Luzern (HSLU) vereinbart.

Wissenswertes zur Gebäudetechnik

An der Veranstaltung erfuhren die Teilnehmer von Vizedirektor Urs Rieder und Prof. Heinrich Huber, Leiter Prüfstelle, viel Wissenswertes über die Themen Intelligente Gebäudetechnik und Intelligentes Wohnen. Sie wurden über den aktuellen Stand der Forschung und die verschiedenen Studiengänge (Bachelor, Master) informiert und lernten konkrete Forschungsprojekte sowie aktuell verfügbare Produkte der Gebäudetechnik-Branche kennen.

Beim Besuch der Prüfstelle Gebäudetechnik wurden die Bereiche Akustik (der neue schalltote Mess-Raum), Luftqualität in Gebäuden, Sanitär-Technik (transparenter BWW-Speicher) sowie thermische Behaglichkeit (Klimakammer und Feldmessungen) vorgestellt.

Highlight iHomeLab

Besonders beeindruckend für die Besucher war die Besichtigung des iHomeLab auf dem Hochschulareal. Das iHomeLab-Team erforscht, wie dank intelligenten Gebäuden Energieverbräuche gesenkt oder älteren Menschen ein längeres Leben in den eigenen vier Wänden ermöglicht werden können. Die Resultate der Forschungsprojekte werden im iHomeLab präsentiert und auf verständliche Weise erklärt.

Clemens Nieke, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Senior im iHome-Lab, führte in einem geheimnisvollen und faszinierenden Rundgang, stets begleitet vom unsichtbaren Gehilfen James, von dem nur die Stimme zu hören war, durch das Laboratorium und stellte die spannenden Möglichkeiten der Einrichtung vor. «Unser iHomeLab ist eine Denkfabrik und Forschungszentrum für Gebäudeintelligenz», so Nieke. «Wir arbeiten daran, dass Gebäude zu unseren Partnern werden. Bei uns stehen dabei Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz im Vordergrund.»

So entwickelt das Team im iHomeLab praktikable Lösungen und testet diese für das Wohnen und Leben im Alter: Beispielsweise eine Smartphone App, die leicht dementen Menschen mit Orientierungsproblemen hilft. Sie macht es möglich, dass eine angehörige Person unterstützend eingreifen kann.

Das Team entwickelt auch Systeme zur Reduktion des Energieverbrauchs von Gebäuden (Minimierung von Standby-Verlusten). So kann beispielsweise die grafische Darstellung des Energiekonsums einer Wohnung den Bewohnern aufzeigen, wo die Stromfresser sind. Dadurch wird es möglich, den Stromverbrauch zu reduzieren. Ebenfalls erforscht das Team, wie vernetzte Alltagsgegenstände in Gesundheit, Verkehr, Umweltschutz und sozialer Interaktion die Lebensqualität verbessern können. Besonders der Besuch des eindrücklichen iHomeLab am ersten En-Visite-Event der VSSH wird den Teilnehmern in bester Erinnerung bleiben.

 

Weitere Informationen:
www.vssh.ch
www.hslu.ch